WordPress lokal installieren mit Local von Flywheel
Um WordPress auf einem Rechner lokal zu installieren, benötigt man eine lokale Entwicklungsumgebung bestehend aus einem Webserver wie Apache oder Ngnix, PHP und MySQL. Eine exzellente Alternative zu den Klassikern XAMPP und MAMP ist die Software Local von Flywheel. Das Programm ist für Windows, MacOS und Linux verfügbar und gestaltet die Installation und Entwicklung von WordPress Webseiten sehr angenehm.


Nach dem Download und der Installation von Local kann man unmittelbar seine erste WordPress-Seite anlegen. Dabei muss nur auf den grünen Button „Create a new Site“ drücken. Falls man irgendwann weitere Seiten anlegen möchte, wählt man das grüne Pluszeichen unten links in der Seitennavigation.

Jede Seite benötigt einen Namen. Diesen kann man in das Eingabefeld im nächsten Fenster eingeben. Standardmäßig wird der Seitenname auch als Domainname mit der internen Top-Level-Domain .local der Installation gesetzt. Falls das nicht gewünscht ist, kann man unter „Advanced Options“ die lokale Domain ändern. Hier kann man ebenfalls den Dateipfad festlegen und ob die Standardkonfiguration für PHP, Webserver und Datenbankversion geändert werden soll. Alle Einstellungen können auch später wieder verändert werden.

Mit „Continue“ erreicht man den nächsten Bildschirm. Dort legt man seinen WordPress-Benutzernamen, das Passwort und eine Emailadresse fest. Passwort und Email können später im WordPress Backend geändert werden. Unter „Advanced Options“ kann man einstellen, ob es sich um eine Multisite handeln soll.

Mit drücken des Buttons „Add Site“ wird die neue WordPress-Seite angelegt, alles installiert und entsprechend konfiguriert. Das dauert je nach Rechnergeschwindigkeit und Internetverbindung eine Weile.

Aus Sicherheitsgründen wird man während der Installation noch vom jeweiligen System aufgefordert, Änderungen der Applikation zuzulassen. Gegebenenfalls muss das Passworts des Systemadministrators des Computers eingegeben werden.

Nach erfolgreicher Installation läuft die Seite. Der Überblick zeigt noch einmal alle grundlegenden Konfigurationen der neuen Seite. Das Klicken des Buttons „Admin“ öffnet im bevorzugten Browser die Loginseite der neuen Website. Dort kann man sich mit den zuvor vergebenen Zugangsdaten bei der WordPress-Administrationsoberfläche anmelden. „View Site“ öffnet die Benutzeransicht im Browser.

Im Tab „Database“ erhält man eine Übersicht der Datenbankeinstellungen wie Datenbankname, Datenbankpasswort und Host etc. Local nutzt nicht das übliche phpMyAdmin, sondern Adminer zur grafischen Verwaltung der Datenbank im Browser.

Ein Klick auf „Open Adminer“ öffnet die Administrationsoberfläche der gewünschten Datenbank. Hier kann man falls notwendig weitere Einstellungen, Abfragen und Tests vornehmen.

Wer auch auf seiner lokalen Installation nicht auf SSL verzichten möchte, ist mit Local nur einen Klick entfernt. Im SSL-Tab muss man einfach nur auf „Trust“ drücken und die Seite läuft über https. Manche Browser z.B. Firefox mögen selbstsignierte Zertifikate nicht. Hier muss man das Sicherheitsrisiko erst zulassen. Auch unter Windows kann es bei der SSL-Konfiguration zu Problemen kommen.

Mit Local kommt auch MailHog, ein E-Mail-Testtool mit einem Fake SMTP-Server. Im Utilities-Tab kann man sein Fake-Emailkonto durch klicken von „Open Mailhog“ öffnen. Die Software fängt alle von WordPress ausgehenden Emails ab. Sollte man also sein Passwort vergessen haben oder ein Kontaktformular testen wollen landen die gesendeten Mails in diesem Posteingang. Sehr praktisch.

Weitere grundsätzliche Einstellungen kann man bei Local unter „Preferences“ im Dateimenü festlegen. Unter anderem lassen sich hier das Aussehen, das bevorzugte Domain-Suffix, Exporteinstellungen und viele Weitere Dinge anpassen.
